. Woche: Anwendungen und Anwendungssoftware

Dieses Kapitel ist allen bisherigen Erfahrungen und Studien zufolge der prägende Teil des AHS-Informatikunterrichts in der 5. Klasse.
Anwendungs- und Standardsoftware bzw. konkrete Softwareprodukte und Produktschulungen im Bereich der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank undPräsentationssoftware machen einen großen Teil des Unterrichts aus.
Dies ist mit dem Lehrplan aus dem Jahr 2003 durchaus konform.

Ziel dieses Abschnitts ist nicht ein "more of the same", das in einigen sehr guten und absolutbrauchbaren Online-Materialen frei zur Verfügung steht,

sondern ein Ansatz, der aufbauend hinter den Anwendungen und dem, was unter "computer literacy" verstanden werden kann, hinausführt und auch das "Substrat", "Verbindende" und "Konzeptuelle" hinter den Anwendungen und den verführerischen Assistenten und Wizzards zu vermitteln versucht.

Es wird versucht, dies ansatzweise und exemplarisch in drei wichtigen Anwendungsbereichen (und aus unserer Sicht unverzichtbaren Teilen des Informatikunterrichts in der 5. Klasse sichtbar zu machen).

  • Von der Tabelle zur Datenbank
  • Unterrichtsideen zur Bildbearbeitung(siehe Menü rechts)
  • Publizieren, Visualisieren (und Animieren)(siehe Menü rechts)

Kurzbeschreibungen - worum geht es in den einzelnen Bereichen?

Von der Tabelle zur Datenbank
Lerninhalt
Ausgehend von Tabulatoren, tabellarischen Anordungen und Tabellen in einer Textverarbeitung, wird das Konzept der Serienbrieffunktion einer Software (innerhalb einer Textverarbeitung) dazu benutzt, erste Fachbegriffe und das Zusammenspiel zweier Dateien einzuführen.
Mit dem produktunabhängigen CSV-Format wird auf Tabellenkalkulationssoftware übergeleitet. Dabei steht weniger die (bereits vorausgesetzte) Gestaltung von Tabellen (Formatieren und Kalkulieren) im Vordergrund, als vielmehr datenbankspezifische Features und Funktionen von Tabellenkalkulationssoftware (Sortieren, Filtern, Anordnen, Zählen, Gruppieren, Pivotisierung).
Mit dem Verweis-Konzept und der Nachschlagetabelle wird der Übergang zur Datenbank und zu Beziehungen, zunächst zwischen zwei Tabellen eingeleitet. Dabei kommen weitere Fachbegriffe wie Feldbezeichnungen, Feldtypen, der Schlüsselbegriff, die Datenintegrität und die 1:N Beziehung ins Spiel.
Schul- und lebensnahe Beispiele für viele zu eins - Beziehungen zwischen zwei Tabellen sind die Grundlage für das häufige Muster Viele zu Viele - Beziehung, die durch Entitiy-Relationship-Diagramme modelliert werden.
Nach der Übung von grundlegenden Abfragen auf bestehenden datenintensiven Datenbanken (OPEN DATA) werden Entwürfe von einfachen Datenbankmodellen entworfen.Dabei werden sowohl ER-Diagramm als auch eine einfache UML-Modellierung verwendet.
Den Abschluss dieses Unterrichtsentwurfes bildet die Abfrage- und datenmanipulationssprache SQL.

Erworbene Kompetenzen
Lernende können nach Abschluss dieses Kapitels
- das Konzept des Serienbriefes erklären und die Serienbrieffunktion mit unterschiedlichen Datenquellen anwenden
- Daten in einer Tabellenkalkulation auswerten
- Daten aus Tabellen einer Datenbank abfragen und auswerten
- Struktur einer Datenbank grafisch darstellen
- Einfache Formeln zur dynamischen Verwaltung von Tabellen erstellen
- .....
Voraussetzungen
Grundlegende Kenntnisse einer Textverarbeitung und Tabellenkalkulation auf DIGI-KOMP und ECDL-Basis sind erwünscht.